Etappe 4 (11.07.): Königsetappe Guebwiller – Mulhouse – Guebwiller – Le Markstein/Grand Ballon – Routes des Crêtes – Le Hohneck – Gérardmer

Erkenntnis des Tages: Für die Berge mussten wir die Ketten aufziehen.

Wir haben über den Cousin von Axel, Chefkameramann vom SR, eine Akkreditierung für den Startbereich der Tour de France Etappe in Mulhouse bekommen. Also erstmal morgens früh vom Hotel in Guebwiller nach Mulhouse. Einchecken und ab in die Startzone zu den Profis. Fotos und Interviews. Alex redet mit der Freundin von Maximilian Schachmann. Sie erzählt ihm, dass sie bereits viele Stürze erlebt hat und das ganz normal dazu gehört. Axel fotografiert die Bora Hans Grohe Mannschaft. Nach dem Start geht’s zurück zum Hotel in Guebwiller, wo Volker und Heike nach ihrem Abstecher nach Saarbrücken wieder dazu stoßen. Dann geht es auf in die Steigung zum Grand Ballon. 18 km Steigung. Ab km 12 6-7%, zeitweise 9%. Oben angekommen schauen wir den Schlusspunkt der Profis im TV an. Sie kommen in einem packenden Endspurt bei 21-24% Steigung an ihrem Zielort an. Was diese Jungs leisten, ist unglaublich. Und das für Preisgelder, die im Vergleich zu anderen Sportarten nicht der Rede wert sind.

Wir fahren weiter über die herrliche Route des Crétes auf 1.100 – 1.225 hm, genießen die Sonne und den tollen Blick. Ab Hohneck geht es in die lange und sehr schnelle Abfahrt in unseren Etappenort Gérardmer. Wie immer freuen wir uns nach rund 110km auf ein gutes Abendessen.

Wir sind eine nette Truppe dieses Jahr. Auch wenn es noch sehr schön gewesen wäre, wenn auch die langjährigen Mitfahrer*innen wieder dabei gewesen wären. Von hier aus deshalb ganz liebe Grüße an Daniela, Michael, Catherine, Tina, Norbert, Kristina, Philipp, Lilli, Thomas V. und Thomas K., Jan. Ihr dürft gerne auch wieder mit. Ihr habt definitiv bis hierher schon mal eine tolle Tour verpasst. Und drei Etappen kommen noch.

Etappe 3 (10.07.): Barr – Sélestat – Ht. Koenigsbourg – Ribeauvillé – Kientzheim – Colmar – Guebwiller

Erkenntnis des Tages: wer am Ende gewinnt, weiß man vorher nicht.

Peter Sagan gewann die Etappe der Tour de France. Volker hat richtig in Heike’s kleinem Facebook-Gewinnspiel getippt und gewinnt für Heike das Croissant, um das es ging (Malte, unser Tour-Follower auf FB, muss es spenden).

Aber zur Etappe der Saar-Rheinland-Fahrradfreunde: es ging los in Barr. Wir folgen bei herrlichem Wetter der Tour-Strecke, die schon von Fans gesäumt ist. Wir nehmen die 5km-Steigung von Kintzheim aus hoch zur Hohen Königsburg. Es sind natürlich viele Radfahrer unterwegs. Und überall werden wir beklatscht. Volksfeststimmung überall und in jedem Dorf. Toll, dies zu erleben. Mittag machen wir im Postkartenidyll Ribeauvillé. Dann geht es weiter nach Riquewihr und von hier aus durch die Weinberge nach Kientzheim (mit ie). Alles auf der abgesperrten Tourstrecke, die dann auch für uns gesperrt wird. Nun erleben wir die Tourkaravane, mit Pinot Blanc von Blanck und Flam sowie Tarte Myrtilles. Heike, die den Tag in Colmar verbracht hat, kommt in Kientzheim dazu. Es geht uns gut. Um 16.00 Uhr dann der Moment auf den wir nun ein paar Stunden gewartet haben. Eine kleine Ausreissergruppe und dann 2 Minuten später das Peloton rauschen in 57 Sekunden an uns vorbei. Tolles Erlebnis.

Es geht weiter zu unserer nächsten Station in Guebwiller. Insgesamt stehen am Ende 90km auf dem Tacho. Ein toller Tag. Für Alex das erste Mal Vogesen, die erste Tour de France. Diesen Tag vergisst man nicht.

Etappe 2 (09.07.): Col du Donon – Raon l‘Etappe – Saint-Dié-des-Vosges – Col d‘Urbais – Villé – Barr

Erkenntnis des Tages: Résistance und Liberté gehören zusammen. Es lohnt, sich für Eigenständigkeit und Freiheit einzusetzen. Das spürt man überall in den kleinen Städten in den Vogesen, die sich doch immer für das modernere, freiere politische System eingesetzt haben. Auch zu der Zeit, als die Städte zu Deutschland gehörten, behielten sie Sonderrechte und wollten wieder in das damals modernere Frankreich zurück.

Unsere Tour ging zuerst zum Zwischenziel Saint-Dié. Dort startet am 10.7. die Tour de France zur fünften Etappe nach Colmar. Alles steht im Zeichen der Tour. Wir wurden schon mal begrüßt mit „Ils sont déja la“. Wir begaben uns nach einem kleinen Mittagssnack auf die Strecke der Tour und fahren schon mal vor. Die Straße war für uns schon gesperrt worden. Dann ging es in die Überquerung der Ostvogesen über den Col d’Urbais und den Chemin de la Résistance et Liberté. In Villé angekommen, stellten wir sofort den Unterschied der Fachwerkhäuser-Dörfer auf der „Niederrhein“-Seite gegenüber den Dörfern auf der französischen Vogesen-Seite fest. Hier ist alles super hergerichtet, auf der anderen Seite etwas bäuerlicher – aber auch schön. Schließlich kamen wir nach 105 km spät abends in Barr an. Es war eine anstrengende Strecke – viel auf und ab und Gegenwind.

Wir freuten uns auf Alexander, der Abends zu uns stieß und Heike, die ebenfalls kam, um uns für 1 Tag zu begleiten und Volker dann für einen kurzen beruflich bedingten Abstecher wieder nach Saarbrücken mitzunehmen.

Etappe 1 (08.07.): Saarbrücken – Sarrealbe – Sarrebourg – Abreschviller – Col du Donon

Erkenntnis des Tages: La Rue – Die Ruhe, Le Boulevard – Die große Ruhe (Axels Spruch des Tages).

Wir leben einfach in einer Region, in der die Landschaft noch wunderschön ist, alles eine große Ruhe ausstrahlt, vieles langsam geht. Vielleicht gerade weil der Tourismus hier nicht die Überhand genommen hat.

Wir starten am frühen Morgen in Saarbrücken und genießen die lange Fahrt am Saarkanal über Sarrealbe bis zum Stockweiher. Zeit für gute Unterhaltung zum Start der 7 Tage Tour durch die Vogesen. Unsere Themen: Familie, Politik, Tourismus, Sozialsystem, Sport, wie es auf der Arbeit so läuft, Zufriedenheit, Gesundheit, Ruhestand, und immer wieder die herrliche Landschaft und Natur.

Und dann natürlich die Saar. Sie fließt uns vom Anfang der Etappe bis zum Ende entgegen. Douzement – ganz ruhig und stetig. Natürlich huldigen wir ihr an ihrer Quelle. Holli muss dort sogar mit den Füßen rein.

Schließlich verbringen wir einen entspannten Abend im Hotel auf dem Donon. Kalt ist es hier oben, aber traumhaft schön. Wir blicken zurück auf die 125 km Etappe und können sogar bis zum Bliesgau sehen. Und wir feiern Geburtstag von Doro, der Frau von Matthias. Sie kam mit zur ersten Etappe und wir wussten gar nicht, warum:-)

Etappen Orleans-Blois-Tours und Tours-Saumur-Savennières

„Chateaux – Chateaux – Chateaux“ – die Schlösser der Loire sind wirklich etwas besonderes auf der Welt – aber es ist diese Mélange von natürlichem Flusslauf, schönen Orten, Weinanbaugebieten und Architektur, die den besonderen Reiz dieser Gegend ausmachen.

Marina und die Kids, Rolf und Sabine genießen dies. Frank, Freddy und Volker stattdessen die D951 und 952 bzw. die La Loire Veloroute.

Die Strecken sind etwas zu lang geplant. Nächstes Mal wird alles auf 80 km geplant, dann bleibt mehr Zeit für alle.

Holli macht super mit. Er sagt, was für eine tolle Familie wir doch sind. So francophil, alle sprechen perfekt französisch und würden dieses Leben genießen. Ja, das tun wir. Und jetzt freuen wir uns auf La Baule. Sonne – Strand – Meer und heute Abend eine große Plats Fruits de Mer.

Ein paar Besonderheiten:

  • Wir haben diesmal Tour-Shirts (Danke an Rolf und Sabine)
  • Holli trinkt Schitt.
  • Die Kids sind wach bis tief in die Nacht.
  • Zwischen Tour und Saumur waren wir auf der falschen Loire Seite gefahren. Die kleinen Dörfer auf der südlichen Seite sollen ein Traum sein.

Unsere Tour 2018: Paris – La Baule (30.05.-02.06.)

Neue Tour – Neues Team – Neue Erfahrungen

„Wenn Ihr 2018 an den französischen Atlantik“ fährt, dann sind wir dabei. Sowohl Cousin Frédéric mit Familie als auch Cousin Rolf mit Freundin Sabine sagen genau aus diesem Grund zu. Deshalb begann heute am 30.06. unsere erste Etappe von Paris nach Orléans. Organisiert wie immer von Frank Hollstein und Volker Zimmermann.

Mitfahrer dieses Jahr: Frédéric Zimmermann mit Begleitfahrzeug Marina, Dahria, Gregor und Alexander. Rolf Bessrich und Sabine.

Die weiteren Etappen sind:

31.5.: Orléans – Tours (130 km)

1.6.: Tours – Angers – Montjean-sur-Loire (150 km)

2.6. Montjean – La Baule (140 km)

Gestern startete die Tour gesellschaftlich im Austern Restaurant Plein-Mer unserer erweiterten Familie mit Sophie und Eric Mayer Nähe Gare de L’Est. Sehr zu empfehlen! Dieses Mal lassen wir es uns auch kulinarisch gut gehen, nehmen wir uns vor. Ein toller Start.

Heute war die Fahrt raus aus Paris sehr anstrengend. Stop and Go. Nicht zu empfehlen. Aber dann nach 35 km wurde es schön.

Mehr Infos und Fotos gibt es morgen.

Lutherweg 3. Teilstück: Bad Hersfeld – Friedewald – Berka – Eisenach – Wartburg und dann Gotha – Erfurt

Lehre des Tages: aus jeder Situation das Beste machen. Auf dem 3. Teil des Lutherweges haben wir uns ehrlich etwas über die Organisation der Pilgerstempel geärgert. Weder in Bad Hersfeld … Weiterlesen von Lutherweg 3. Teilstück: Bad Hersfeld – Friedewald – Berka – Eisenach – Wartburg und dann Gotha – Erfurt