Etappe 2 / 2020: Koblenz – Cochem – Zell – Bernkastel-Kues – Trier (204 km)

Lehre des Tages: Wenn ein Team zusammenhält und alle Bedingungen passen, sind Grenzen zu überwinden.

Wir wussten, es wird an diesem Freitag (12.06.) und zweiten Tourtag unsere längste Etappe. Irgendwo zwischen 180 und 220 km war unsere Prognose. So genau konnten wir das nicht sagen, weil die ganzen digitalen Kartensysteme einen nicht entlang der Mosel navigieren, sondern abkürzen. Es hätten auch nur 140 km sein können. Aber: Wir haben uns für die Moselradstrecke entschieden. Früh sind wir gestartet – spät sind wir angekommen. Ein echter 8 Stunden Tag von 8 bis 8 und dabei 8.50h auf dem Rad. Mit allem, was dazu gehörte:

  • Schnellste Fahrzeit auf den ersten 52 km (1h50 von Koblenz bis Cochem).
  • Selbstverschuldeter, aber schwerer Sturz kurz vor Zell an der Mosel – mit 45 Minuten Zwangspause (zum Glück ohne größere Verletzungen).
  • Mantelschaden in Zell an der Mosel. Radgeschäft gesucht und gefunden, aber gerade in der Mittagspause. Also Warten angesagt. Dann Schnellreparatur.
  • Hitze, Hitze, Hitze.
  • Mittagspause mit Nudeln zum Regenerieren.
  • Gewitter kurz vor Trier.
  • Ankunft zu einer Zeit – wo zu Corona-Zeiten die Restaurants schon die Küche schließen.

Aber trotz allem: Es hat sich gelohnt. Für einige war es die längste Etappe, die sie je an einem Tag gefahren sind. Für andere eine Genugtuung, die Ironman-Raddistanz in knapp 8 Stunden zu schaffen. Wenn sie doch nur mehr trainieren würden.

Die schöne Strecke und der Teamzusammenhalt haben für alles entschädigt. Wir sind wirklich knapp die Hälfte der Strecke konsequent Windschatten gefahren und waren so schon zur Mittagszeit fast bei der Hälfte der km. Dann kamen halt die Pannen, die Mittagspausen und der Kräftenachlass. Weil wir ein tolles Begleitteam dabei hatten, das sich auf unsere Zeitplanung eingestellt hatte, ging am Ende alles gut.

Das Radfahrer-Team wurde unterwegs größer: Bei Traben-Trabach kam Myriam dazu. Sie fuhr einfach mal 20 km in unsere Richtung, um diese Strecke dann nochmal mit uns zu fahren. Bei Bernkastel-Kues kamen Tina, Norbert und Julius dazu.

Michael, Thomas und Daniela steigerten ihr Tempo, während Frank, Christian, Volker und Myriam froh waren, das Tempo etwas drosseln zu können. So kamen wir am Ende alle an – wenn auch mit 1,5 Stunden Zeitversatz.

Es war eine wirklich lange und anstrengende Etappe. Einen Beitrag gleich am Abend zu schreiben, habe ich nicht mehr geschafft – weder zeitlich noch von der Kraft her.

Wir haben noch ein Restaurant gefunden, das länger die Küche offen hielt und in dem die Nachzügler und langsamere Gruppe dann auch noch was zu Essen bekommen hat. Ausklang fand der Tag trotz Müdigkeit in einer längeren, lauwarmen Nacht vor dem Hotel. Unsere Gruppe wurde komplett, als Axel aus Saarbrücken und Freddy und Marina mit ihren Kindern aus Nürnberg dazu gestoßen sind.

Wir wussten, die dritte Etappe wird sowohl eine normale Länge haben als auch unser Team komplett sein.

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